Wolfsübergriffe im Oldenburger Münsterland: Was sagt Bundesumweltministerin Schulze dazu?

Silvia Breher hakt in der Regierungsbefragung nach.

"Wie hilft die Umweltministerin den Weidetierhaltern bei Übergriffen des Wolfes? Was soll ich den Tierhaltern in meiner Heimat sagen, die aktuell wieder Wolfsangriffen ausgesetzt sind?" Dies hat Silvia Breher gestern während der Regierungsbefragung die Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) gefragt.

Die Frage lautete:

"Frau Ministerin, die Wolfspopulation in Deutschland steigt stark. Die Antwort Ihres Hauses auf die Sorgen der Weidetierhalter bislang beinhaltete Monitoring, Herdenschutz und Ausgleichszahlungen.

Stellvertretend für viele Schafhalter und viele Weidetierhalter in Deutschland berichte ich mal von mir zu Hause. Unser Schäfer pflegt aktuell mit insgesamt fünf Gruppen die Deiche der Hase – das ist ein kleiner Fluss bei uns, der durch das kleine Städtchen entlang eines Radweges führt –, und er betreibt so aktiven Deichschutz. Allein in der letzten Woche sind seine Tiere viermal vom Wolf angegriffen worden – mit vielen tödlich verletzten Tieren in der Folge. Was soll ich diesem Schäfer sagen, wenn er mich fragt, was Sie und Ihr Haus für ihn und vor allem seine Schafe tun? Und vor allen Dingen: Wann und wie soll es für ihn und seine Schafe weitergehen?"

 Die Antwort vom Bundesumweltministerin Svenja Schulze:

„Frau Abgeordnete, der Schutz der Weidetierhaltung ist für die Bundesregierung ein großes Anliegen. Deswegen wollen wir ja auch, dass in Deutschland flächendeckend Weidetierhalter vorhanden sind. Sie sind ja nicht nur für die Kulturlandschaften wichtig, vielmehr sind sie auch für die Artenvielfalt in den Kulturlandschaften maßgeblich mitverantwortlich. Deswegen setzen wir uns dafür ein, dass das Zusammenleben mit dem Wolf, der ja wieder zurückkommt – es ist eine strenggeschützte Art –, funktioniert. Ich habe mich auf europäischer Ebene stark dafür eingesetzt, dass wir den Weidetierhaltern helfen dürfen, indem wir ihnen die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, um Zäune aufzubauen und dass sie Schutzhunde einsetzen können; denn das ist der einzige Weg, der funktioniert. Man muss die Herden adäquat schützen. Dort unterstützt die Bundesregierung, dort unterstützen die Länder, und das ist die Antwort, die wir den Weidetierhaltern geben können.“

Silvia Brehers Reaktion: "Ihre Antwort hilft uns nicht weiter. Es muss sich etwas ändern, nur mit Herdenschutz und Ausgleichszahlungen wird das Problem nicht gelöst. Und den betroffenen Tierhaltern nicht geholfen!"

Und natürlich auch hier als Aufzeichnung abrufbar:
dbtg.tv/fvid/7352356

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