"Die Sitzungswoche" - Rebecca berichtet aus Berlin

Jetzt ist schon Donnerstag und Ausnahmezustand im Regierungsviertel.

Bild: © Silvia Breher Bild: © Silvia Breher
 

 Heute Morgen zum Büro zu kommen, war etwas schwieriger als erwartet, denn es waren Straßensperren und Kontrollstellen für den Besuch des türkischen Staatspräsidenten eingerichtet worden. Unter den Linden bis zum Brandenburger Tor ist komplett gesperrt und damit liegt auch der Eingang zum Büro in der Sperrzone. 

 
Als ich für einige Erledigungen mit dem Rad in Berlin unterwegs war, gab es auf dem Rückweg einige Hindernisse. Sogar ich wurde von der letzten Straßensperre bis zum Büro von einem Polizisten eskortiert. Direkt neben dem Hotel Adlon, darf sich nämlich niemand mehr aufhalten. Ähnlich wars dann auch auf dem Weg zur Mittagspause im Jacob-Kaiser-Haus, das nur auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist. Außerdem wird nebenbei auch noch das Straßenfest für die Feier zum 3. Oktober aufgebaut, was nochmal zusätzliche Umwege erfordert.
 
Während Silvia Breher noch etwas an ihrer Rede für die Nacht feilte, die zu Protokoll gehen sollte, stand für mich eine Diskussionsrunde mit Alexander Dobrindt an. Weil er der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag ist, interessierte es vor allem die Praktikanten aus Bayern, wie er die Lage zur Bayernwahl einschätzt. Auch Fragen zur Migration und Europa beschäftigten uns, die Dobrindt überraschend direkt beantwortete. Tatsächlich wirkt er positiver und sympathischer als oft in den Medien dargestellt.
 
Auf dem Weg zurück zum Büro entdeckten wir die Scharfschützen, die zur Sicherheit des türkischen Präsidenten auf dem Dach des Adlons positioniert sind. Und irgendwie war es für uns Praktikanten auch ganz cool, von der Polizei über den abgesperrten Bereich geführt zu werden, während die Touristen am Zaun drängelten.
 
Ich habe einige Videos von der Absperrung und dem Polizeiaufgebot gemacht, damit mir das zuhause auch jemand glaubt, was hier im Regierungsviertel los ist. Echt verrückt. Auch, wenn ich heute viel im Büro war, war dieser Tag trotzdem unfassbar spannend!

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