Besuch beim Malteser Kriseninterventionsteam Vechta

Ehrenamtliche sind auf Unterstützung ihrer Arbeitgeber angewiesen

Bild: © Jutta Hasenkamp Bild: © Jutta Hasenkamp
Sie kommen, wenn angesichts des Leides alle anderen verstummen. Todesnachrichten überbringen, Angehörigen nach einem Suizid beistehen, Eltern eines verstorbenen Kindes betreuen  das Malteser Kriseninterventionsteam KIT des Landkreises Vechta ist bei Katastrophen und Unglücken zur Stelle und leistet seelische Erste Hilfe. Die 28 ehrenamtlichen Mitglieder um Referatsleiter Johannes Meyer sind anerkannte Experten für psychosoziale Notfallversorgung. Jährlich betreuen sie in rund 100 Einsätzen mehr als 400 Personen im Landkreis Vechta, bei Bedarf leisten sie auch Amtshilfe in anderen Landkreisen. Bundestagsabgeordnete Silvia Breher besuchte das Team im Rahmen ihrer Sommertour zum Thema "Ehrenamt und soziales Engagement" und informierte sich über dessen Arbeit.

Die KIT-Mitglieder berichteten von bewegenden Einsätzen, wiesen aber auch auf Problematiken bei der Ausübung ihres Ehrenamtes hin. Beispielsweise sind alle KIT-Mitglieder berufstätig, doch nicht jeder Arbeitgeber sei bereit, die Ehrenamtlichen bei einem Alarm von der Arbeit freizustellen. Hier sei laut Johannes Meyer eine größere Unterstützung wünschenswert, wie sie beispielsweise Feuerwehrkräfte regelmäßig erhalten.
 
Carsten Fiedler, stellvertr. Stadtbeauftragter der Malteser in Lohne, erläuterte der Bundestagsabgeordneten anschließend die gesamte Bandbreite der ehrenamtlichen Malteser-Dienste von Blutspendediensten über Jugendarbeit bis Seniorenbetreuung.

Nach oben